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299 Schiffe und ihre Geschichten

Eine Reise durch die Geschichte und Gegenwart über Ozeane, Meere, Flüsse, Seen und Kanäle


Das Buch „299 Schiffe und ihre Geschichten“ wartet zur Zeit auf seine Veröffentlichung. Ein paar organisatorische Dinge müssen noch geklärt werden.
Ein paar vorab Informationen sind jetzt auf Loewenstrom.de veröffentlicht. Unter anderem ist nachfolgend das Exposé zu lesen. Weitere Informationen
finden sich weiter unten. Alle Interessierten können mir gerne zu diesem Projekt eine Email schicken.



Exposé


Über den Autor:


Mein Name ist Ingo Löwenstrom und bin in Eckernförde an der Ostsee geboren und aufgewachsen. Seit meiner Kindheit war ich am Hafen und auf Schiffen, Ausflugsschiffe, Hochseekutter, Fähren, usw., unterwegs. Im Laufe meines Lebens hatte ich verschiedene Wohnorte in Bayern und im Rheinland. In meiner Freizeit bin ich häufig mit Schiffen auf dem Chiemsee, Bodensee, dem Rhein und anderen Binnengewässern gefahren.

Ich habe viele Dokumentationen über die Schifffahrt gesehen und etliche Bücher darüber gelesen. Dabei ist mir aufgefallen, dass die Hochseeschifffahrt und die Binnenschifffahrt nicht als gleichberechtigt angesehen werden.


Ausgangssituation:

Technische Innovationen fanden und finden genauso in der Binnenschifffahrt wie in der Hochseeschifffahrt statt. Das klassische Beispiel ist die Dampfschifffahrt. Das von mir im Kapitel „Savannah“ beschriebene Dampfschiff, das als erster Raddampfer den Atlantik überquerte, war ein finanzielles Desaster. Nach der Rückkehr aus Europa war dieses Schiff lediglich als Frachtsegler im Einsatz. Die Dampfschifffahrt erhielt erst mit der „North River Steamboat of Clermont“, einem von Robert Fulton erbauten Raddampfer, und dem kommerziellen Erfolg einen gewaltigen Schub. Dieses Schiff war auf einem Binnengewässer, dem Hudson River, von Albany nach New York im Einsatz. In Europa waren Kaufleute bereit in die Dampfschifffahrt zu investieren, nachdem auf dem River Clyde der Raddampfer „Comet“ erfolgreich von einem schottischen Hotelier eingesetzt worden war.

Auch bei der „David“ liegt der Fall ähnlich. Dies war das erste Schiff, dass vom Reißbrett an als Torpedoboot geplant und gebaut wurde. Es gab vorher Schiffe denen mehr oder weniger notdürftig Torpedos befestigt wurden, bei der „David“ war es anders. Auch die „David“ wurde nicht für die Hochsee gebaut, sondern um auf dem Mississippi im amerikanischen Bürgerkrieg auf Seiten der Südstaaten zu agieren.

In der europäischen Literatur wird oftmals der Beginn der Seefahrt über die Weltmeere und der damit beginnenden Globalisierung mit den „Königinnen der Meere“, den Segelschiffen, speziell den Karacken,Karavellen und Galeonen, gleichgestellt.

Allenfalls wird noch Koggen, venezianischen Galeeren und den Wikingerschiffen eine entsprechende Rolle zugewiesen. Jedoch ist auch diese Darstellung nicht richtig. Der heutzutage so beliebte Katamaran ist keineswegs eine europäische Erfindung. Der Pazifik war vor 2500 Jahren noch unbesiedelt und in nur einem Jahrtausend haben die Polynesier dies geändert – und zwar mit Katamaren.

Chinesische Schiffsbauer kannten bereits im 1. Jahrhundert das Heckruder. Wasserdichte Quer- und Längsschotte sind seit dem 2. Jahrhundert Bestandteil einer Dschunke.

Vom globalen Handel berichtet bereits die Bibel: „Jeweils einmal in drei Jahren kamen die Tarsisschiffe und brachten Gold, Silber, Elfenbein, Affen und Perlhühner" (2. Chr. 9,21)“ Alleine der Zeitraum lässt darauf schließen, dass phönizische Schiffe wesentlich weiter als nur durch das Mittelmeer fuhren. Gleiches gilt für die Expeditionen der Pharonin Hatschepsut, Regierungszeit etwa 1479 bis 1458 v. Chr. Gesichert ist zumindest dass lange vor den Wikingern, der Hanse und noch länger vor Kolumbus, Vasco da Gama oder Bartolomeu Diaz arabische Seefahrer mit ihren Dhaus über den Indischen Ozean segelten. Die „Maritime Silk Route“ wurde bereits im 8./9. Jahrhundert befahren, vermutlich sogar noch früher.

Zielsetzung:

Die Aufgabe die ich mir stellte hieß in einem Buch die Binnen- und Hochseeschifffahrt gleichberechtigt zu präsentieren und dabei keinen lokalen Blickwinkel zu haben. Des Weiteren war mir wichtig neue Arbeitsfelder wie den gesamten Offshore Bereich vorzustellen. In den letzten Jahren sind viele neue Arbeitsplätze durch Windparks, Tiefseebohrungen usw. entstanden. Auch das weiter wachsende Umweltbewusstsein sollte und musste den notwendigen Platz in einem Buch über Schifffahrt finden.

Konzept:

Ein geografischer Aufbau Verbot sich von selbst. In der heute globalisierten Welt ist das nicht mehr zeitgemäß. Worunter sollte man ein Schiff aufführen, dass im Fährbetrieb von den Channel Islands nach Portsmouth oder St. Malo eingesetzt ist, jedoch den Heimathafen Nassau hat und unter der Flagge Bahamas fährt (Commodore Goodwill der Condor Ferries)? Dieselbe Frage stellt sich bei Schiffen die unter verschiedenen Flaggen fuhren, Das kam in der Vergangenheit vor, etwa beim LinienschiffSerapis“ im 18. Jhr., und auch in neuerer Vergangenheit bei der „Donez“, die unter der Kaiserlich Russischen, der Ukrainischen und der Sowjetischen Flagge fuhr.

Ein chronologischer Aufbau ist ebenfalls nicht sinnvoll, denn bei Nachbauten historischer Vorbilder, wie z.B. der „Abora III“, „Phoenicia“ oder „Te Aurore“ ist ein genaues Datum der Originale nicht vorhanden.

Von daher fiel die Wahl von Anfang an auf einen alphabetischen Aufbau.

Ein weiterer Punkt sind die geänderten Lesegewohnheiten. In der Internetgesellschaft ist ein „Durch-klicken“ üblich, analog dazu soll ein Blättern erlaubt sein. Dieses Buch muss man nicht, man kann und darf natürlich, von Seite 1 bis zum Ende, bzw. von A oder 50 bis Z durchlesen.

Der Volksmund behauptet ein Bild sagt mehr als tausend Worte – und diese Erfahrung habe ich auch gemacht. Von daher war klar nur wenn es ein aussagekräftiges Bild gibt und eine interessante Story kann ein Kapitel ins Buch aufgenommen werden.

Kapitel:

Ein Schiff wurde dann aufgenommen wenn folgende Bedingungen erfüllt waren:

Das Verhältnis Bildgröße zur Textlänge muss stimmen.

Folgende Arten von Kapiteln sind dabei entstanden:

Kapiteldie letztlich nicht veröffentlicht wurden, weil es kein Bild mit entsprechenden Nutzungsrechten gibt oder weil das verbliebene Bildmaterial nicht den Ansprüchen genügte (Fregatte Lossen, die bei Rügen 1714 im Nordischen Krieg die schwedische Versorgungsflotte entscheidend schwächte, das Forschungsschiff Atair der BSH – ein Vermessungs- Wracksuch- und Forschungsschiff, die englische Kogge Christophe de la Tour);

Kapitelüber Schiffe bei denen außer den rudimentären Schiffsdaten keine überprüfbaren Textquellen oder keine zusätzlichen Informationen nach normaler Recherche vorhanden sind, und trotz sehr gutem Bildmaterial (Hospitalschiff Heping Fangzhou, Hati Marenge – ein traditionelles indonesisches Fischerboot) nicht für eine Aufnahme ins Buch geeignet sind;

Kapitelüber Schiffe, über die es ausreichend viele Dokumentationen gibt, die dennoch mit aufgenommen wurden, weil sie Meilensteine der Seefahrt sind, u.a.:

Bismarck – ein Symbol für den Erfolg und der Niederlage der deutschen Wehrmacht im Zweiten Weltkrieg;

Titanic – bis heute ein Mythos;

Bounty – die wohl berühmteste Meuterei;

Yamato – das größte jemals gebaute Schlachtschiff;

Victory – Flaggschiff von Lord Nelson bei der Schlacht von Trafalgar;

Golden Hinde – Weltumsegelung unter Francis Drake;

Bei diesen und weiteren Kapiteln galt es die zahlreichen Informationen sinnvoll zu filtern und auf eine akzeptable Länge zu bringen, ohne die Geschichte zu zerstückeln.

Kapitelüber Schiffe, die selbst wenig spektakulär sind, die aber sehr gut als Beispiel für einen Aspekt der Schifffahrt dienen:

Viele Schiffe in den einzelnen Kapiteln sind ausgewählt, um den Lesern Aspekte, Informationen und Bereiche der Schifffahrt nahezubringen. Eine Liste über die einzelnen Schiffe mit kurzer Erläuterung warum eben diese 299 Schiffe aufgenommen sind kann hier eingesehen werden.

Kapitel - über wenig bekannte Schiffe, die dennoch Meilensteine der Seefahrt sind:

    Alexander Sibirjakow – erste Fahrt durch die Nordost-Passage ohne Überwinterung;

    Bourbon Orca – technische Neuerungen im Bug-Bereich und Schleppsystem;

    Brombachsee – größter Passagier-Trimaran

    Candia – Galeone, die Seeschlacht 28. September 1538 markierte einen Wendepunkt und leitete das Ende der Galeeren ein;

    David – das erste Torpedoboot, welches vom Reißbrett an als ein solches geplant war und gebaut wurde;

    Eendracht – erste dokumentierte Umrundung von Kap Hoorn durch Schouten und LeMaire;

    Kaja Josephine – Binnenfrachter in Modulbauweise, sogenannte Futura Carrier;

    Sea Shadow – Versuchsschiff der US-Navy;

    Sonnenschein – Solar-Passagierschiff für Ausflugsfahrten in ökologisch sensiblen Gewässern;

    Spirit of Australia – Geschwindigkeits-Weltrekord auf dem Wasser;

    U 32 – Tauchweltrekord für nicht nuklear angetriebene U-Boote;

    United States – Gewinnerin des Blauen Band;

Nicht jede Innovation, nicht jede große Leistung und nicht jede tragische Geschichte konnte aufgenommen werden. Die Grenze der Kapitel lag zunächst bei 400. Dies habe ich auf 299 reduziert um den Rahmen nicht zu sprengen.

Kapitel – Schiffe mit einer außergewöhnlichen Geschichte:

    Cole – Al-Qaida Attentat;

    Donez – Kanonenboot, 2 mal gesunken und 2 mal gehoben;

    La Amistad – Schoner, Erhebung von Sklaven mit anschließenden berühmten Gerichtsprozessen;

    Legend – Brigg, in beiden Weltkriegen verschollen und jeweils ohne eine Spur von der Besatzung wieder aufgetaucht;

    Mary Celeste – Brigantine, ohne Besatzung unter Segeln aufgefunden;

    Quellensee – ein Tanker als Löschfahrzeug;

    Ram Poderoso – Museumsschiff durch Erdbeben und Tsunami gekentert;

    Saga Siglar – Weltumsegelung mit einer Knorr;

    Serapis – Linienschiff, musste vor einem sinkenden Schiff die Flagge streichen;

    Le Canot Impérial – Hafenrundfahrt für einen Kaiser;

Natürlich gibt es Überschneidungen, denn die Kapitel über die Nachbauten von historischen Schiffe sind oftmals genauso bemerkenswert wie informativ. Für den einen Leser ist die Arbeit eines Schwimmkrans außergewöhnlich, und die andere Leserin findet die Ausstattung der „Allure of the Seas“ außergewöhnlich.

Die Zielgruppe für dieses Buch sind Leser(innen), die sich kurzweilig einen Überblick über das Thema Schifffahrt verschaffen wollen. Manchmal ist es die Technik, die im Mittelpunkt steht, ein anderes mal ist der Fokus auf bestimmte Personen gerichtet, einmal ist es ein Ereignis, an welchen ein bestimmtes Schiff beteiligt war und ein weiteres mal wird auf eine Facette der Schifffahrt hingewiesen.

Eines habe ich von Anfang versucht zu vermeiden: Die verklärende Seefahrer Romantik, wie sie in der Folklore zu finden ist. Es ist sicher unterhaltsam, wenn der Shanty-Chor mit bunten Halstüchern schmettert „...Die Welle spülte mich von Bord, Da war’n wir nur noch zwei, Und ein Taifun riss mich hin-fort, Ich lachte nur dabei .- nur werden in den seltensten Fällen Seeleute auch nur gelacht haben, wenn sie bei Regen, Windstärke 7 und 5° Celsius 20 Meter hoch in den Mast mussten.

Es sind eine Vielzahl von Rekorden aufgeführt, dennoch geht es nicht nur um „Schöner – Größer – Schneller – Tiefer“. Um die Arbeitsweise von Pusher Tugs zu erläutern ist ein Bild des weltweit größten Pusher Tug, der J.S. McDermott, nicht hilfreich, denn auf so einem Photo, mit -zig Leichtern, sind Details kaum zu erkennen. In so einem Fall ist ein Photo und eine Beschreibung eines kleineren Tugs deutlich anschaulicher. Eine Kreuzfahrt ist nicht nur auf der „Queen Elizabeth“ ein Erlebnis, Menschen die eine Reise auf der „Canadian Empress“ machten, berichten durchweg positiv davon – die Größe des Schiffes oder die Höchstgeschwindigkeit spielt dabei kaum eine Rolle.

Auch wenn sehr viele Schiffe aus Deutschland sind, liegt kein lokaler Schwerpunkt vor. Der Grund liegt einfach in der besseren Überprüfbarkeit der Daten. Meistens war auch das Urheberrecht von deutschen und englischen Quellen wesentlich einfacher festzustellen, als bei anderssprachigen Quellen.

Die Trennung zwischen Boot und Schiff ist äußerst schwierig. Eine Definition ist der Unterschied ob ein Fahrzeug in ein Schiffsregister eingetragen ist oder eben nicht. Eine andere Definition bezieht sich auf den benötigten Führerschein. SBF (SportBootFührerschein) oder eben höherwertig (SKS, SSS oder SHS). Beide Definitionen mögen für Deutschland richtig sein, woanders jedoch nicht. Für historische Fahrzeuge vor Beginn der Schiffsregister ist eine solche Diskussion ohnehin obsolet. Mit der Größe hat es auf keinen Fall etwas zu tun, Das Atom-U-Boot „Nautilus“ ist immerhin 97,5 m lang, während das Flaggschiff von Lord Nelson, das Linienschiff „Victory“ eine Länge von 69,3 m hat.

Aus diesem Grund halte ich die Aufnahme von Kapiteln wie der „Panther 420“ oder einem Bamboo Raft wie die „Hsu Fu“ für völlig gerechtfertigt. Seemännische Leistungen oder Freizeit Vergnügen auf dem Wasser ist nicht abhängig von der Größe des Fahrzeugs.

Das Buch soll eine literarische Reise an Bord von 299 exemplarisch ausgewählten Schiffen, mit Einblicken in den Alltag und das Außergewöhnliche, Entdeckungen und Eroberungen, Fischerei und Forschung, Geheimnisvolles und Globalisierung, Handel und Heldentaten, Krieg und Kriminalität, Spaß und Sport, Tragödien und Triumphe, Vergangenheit und Verkehr, auf den Gewässern dieser Welt sein.

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Kapitelübersicht "299 Schiffe und ihre Geschichten"

Leseproben im PDF-Format

Ein Datum für die Veröffentlichung steht zur Zeit nicht fest. Sobald das Buch erscheint werde ich dies umgehend hier mitteilen.

11.August.2014

Ingo Löwenstrom